Sonntag, 28. Januar 2018

Organspenden



Im letzten Jahr sank die Anzahl von Organspendern in Deutschland von 857 auf 769.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurden 2017 so wenige Organe wie lange nicht mehr gespendet.
Was genau ist eine Organspende?
Bei einer Organtransplantation werden zum Beispiel Menschen mit einer lebensbedrohlichen Krankheit mit einem neuen Organ versorgt.
Es gibt unterschiedliche Arten der Organspende.
Zum Beispiel besteht die Möglichkeit eine Lebendspende durchzuführen oder auch eine, bei der bestimmte Organe erst nach dem Tod entnommen werden.
Die Niere wird zum Beispiel bei einer Lebendspende entnommen, da diese paarweise im Körper vorhanden ist. Dabei hat dieser Vorgang keine negativen Auswirkungen auf den Spender.

Postmortale Spende:
Bei der postmortalen Spende (nach dem Tod) können Organe wie Herz, Lunge, Blutgefäße oder auch Haut gespendet werden. Diese Organe werden in der Regel entnommen, nachdem der Hirntod einer Person festgestellt wird.
Zu dieser Todesursache kommt es, wenn das Gehirn nicht mehr durchblutet wird. Die Ursachen davon sind Hirnblutungen, ein Unfall oder geplatzte und verstopfte Blutgefäße im Gehirn. Diese lassen das Hirngewebe so anschwellen, dass die Blutzufuhr abgedrückt wird.
Durch eine künstliche Beatmung ist es dann jedoch möglich, dass die Organe im toten Menschen weiterarbeiten und sein Kreislauf noch funktioniert. Die betroffene Person atmet dann noch, ist jedoch tot und nicht mehr zu retten.

Ablauf:
Nachdem der Hirntod eingetroffen ist müssen diesen zwei Ärzte unabhängig voneinander bestätigen.
Vorteilhaft ist es, wenn die Person einen Organspendeausweis besitzt. Dieser kann im Vorfeld je nach den individuellen Wünschen ausgefüllt werden.
Ist jedoch kein Ausweis vorhanden, müssen die Angehörigen darüber entscheiden, ob die Organe gespendet werden sollen.
Entscheiden sie sich dafür, wird der betroffenen Person sorgfältig das Organ operativ entnommen.
Danach wird entschieden, ob es sich für eine Transplantation eignet.
Treffen all diese Voraussetzungen zu, wird dem Empfänger
das betroffene Organ eingesetzt.
Der Patient muss nach der Operation Medikamente einnehmen, die verhindern, dass der Körper das neue Organ abstößt.

Wenn alles gut verlaufen ist und der Körper das Organ annimmt, besteht wieder eine Chance auf ein normales Leben für den Empfänger.


Sophie, 10f

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