Donnerstag, 16. März 2017

Abitur: G8 oder G9?


Liebe Leser!
Heute werde ich euch etwas über das Abitur nach acht bzw. neun Jahren erzählen. Ich werde auf die Vor- und Nachteile eingehen, auf unser Schulsystem und letztendlich beschreibe ich euch meinen Standpunkt.

Es wird oft diskutiert, ob SchülerInnen die weiterführende Schule acht oder neun Jahre lang besuchen sollen. In NRW war es bis vor einigen Jahren üblich, dass man nach der 13. Klasse sein Abitur erwarb. Doch hat dieses sich 2005 geändert. Schon einmal in den 30er Jahren wurde die Schulzeit auf acht Jahre verkürzt, doch entschied man sich schnell wieder dagegen und auch jetzt möchten viele Eltern und Schüler G9 zurück, deswegen findet im Zeitraum vom 02. Februar bis zum 07. Juni 2017 eine Unterschriftensammlung statt. Hier findet ihr dazu weitere Informationen: klick und hierist der Link, falls ihr euch direkt dort beteiligen möchtet: klick.
 
So verteilen sich die Unterrichtsinhalte (links: G9, rechts: G8)


Doch sprechen sich auch viele Menschen für das „Turbo-Abitur“ nach acht Jahren aus. 



Die Gesamtschule Paderborn-Elsen bietet das „G9“ System an. Jedoch kann man auch noch andere Abschlüsse machen, doch dies soll nicht das Thema des Artikels werden. Nach der zehnten Klasse können die SchülerInnen mit dem FOR-Q Vermerk in die gymnasiale Oberstufe gehen. Dort absolvieren sie die einjährige Einführungsphase, die zweijährige Qualifikationsphase und zum Schluss erreichen sie das Abitur.


Das System an der Gesamtschule Paderborn-Elsen
 
Ich denke, dass die Nachteile des G8 sehr schwerwiegend sind. Da die Schüler sehr unter Stress leiden und keine Zeit haben, z.B. durch Sport oder andere Hobbys, diesen Stress auszugleichen. Jedoch finde ich, dass jeder Schüler sich selbst für G8 oder für G9 entscheiden können sollte, deswegen finde ich es sehr gut, dass es in NRW verschieden Arten von Schullaufbahnen gibt. 

Ein Werbeplakat der Jungen Liberalen thematisiert dieselbe Fragestellung.

Jedoch finde ich, dass oft vielen SchülerInnen keine Wahl bleibt, da es z.B. in manchen Orten und in deren Umgebung keine Schule gibt, die den Schulabschluss nach Jahrgang 13 unterstützt.

Ein weiterer Punkt ist, dass es viele Vorurteile gibt. Man hört oft, dass es angeblich leichter wäre, das Abitur nach 9 Jahren zu erwerben, als nach 8 Jahren. Jedoch ist dies nicht richtig! Die Abschlussprüfungen sind zentral ausgelegt und so hat keine Schule, egal ob diese G8 oder G9 unterstützt, einen Einfluss auf diese Prüfungen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Vor- und Nachteile bei beiden Abschlussarten gibt und so finde ich, dass es eine gute Lösung ist, wenn jede/r SchülerInnen selbst für sich entscheiden kann.

Was haltet ihr von der Diskussion? Findet ihr G8 oder G9 besser? Womit habt ihr persönlich Erfahrungen gemacht?

Beitrag von Saskia, Jg. 10


 

Montag, 13. März 2017

5 Animes, die nicht für Kinder geeignet sind

Liebe Leser,
jeder Anime-Fan kennt diesen Spruch: „Animes sind doch für Kinder!“ Doch das stimmt nicht ausschließlich, denn in diesem Artikel möchte ich euch näherbringen, dass es viele Animes gibt, die gerade nicht für Kinder gemacht sind! Dazu habe ich fünf Animes herausgesucht, die in meinen Augen gruselig sind und wovon Kinder Albträume bekommen könnten.
Viel Spaß beim Lesen!

Hier erst mal die Liste der Animes, die ich für euch ausgewählt habe:

1. Another
2. Elfenlied
3. Shiki
4. Tokyo Ghoul
5. Corpse Party


Jetzt erkläre ich euch zu jedem Anime kurz, warum dieser Anime nichts für Kinder ist!

Beginnen wir mit Another:

In diesem Anime geht es um die jeweilige Klasse 9C, in welcher jedes Jahr erneut die Schüler heimgesucht werden.
Es beginnt damit, dass der Klassenlehrer Misaki stirbt und seine Klasse seinen Tod nicht akzeptieren kann, weshalb sie so tun, als sei er immer noch lebendig. Die Klasse wird von da an verflucht.
26 Jahre später kommt Koichi in die Klasse 9C und lernt dort Misaki kennen, ein Mädchen mit einer Augenklappe. Zu dieser fühlt er sich sofort hingezogen, doch er ist anscheinend der einzige, der sie sehen kann. Kurz darauf passieren unnatürliche Morde, die ausschließlich Schüler dieser Klasse betreffen. Nur wenige überleben am Ende.

Gefolgt von Another erzähle ich euch nun etwas zum Anime Elfenlied. ( Der Anime ist ab 18!)


In dem Anime geht es um Nyu, welche von Kota und Yuka nackt und erinnerungslos aufgefunden wird. Die zwei nehmen sie auf, ohne zu wissen wer, oder besser gesagt WAS, sie ist, denn Nyu ist ein Diclonius, ein Mensch mit zwei Hörnern auf dem Kopf und unsichtbaren Armen, die sie mit telekinetischen Kräften steuern kann. Mit diesen Armen kann sie einen Menschen innerhalb einer Sekunde töten.
Doch Nyu hat eine gespaltene Persönlichkeit und wenn sie sich den Kopf stößt, wird sie zu der angsteinflößenden Lucy, welche nicht davor zurück schreckt, Menschen zu töten. Doch sie wird von einem Forschungslabor gesucht, aus welchem sie geflohen ist.

Weiter geht es mit Shiki.
In dem Bergdorf Sotoba passieren nach Einzug einer neuen Familie mysteriöse Todesfälle. Doch der Anfangsverdacht einer Epidemie wird bald ausgeschlossen. Stecken vielleicht Untote dahinter? Und was haben die neuen Bewohner des Dorfes damit zu tun?

Der Vorletzte Anime ist Tokyo Ghoul.
In diesem Anime geht es um sogenannte Ghouls, welche sich ausschließlich von Menschenfleisch und Kaffee ernähren können. Sie jagen die Menschen und töten sie anschließend, um selber was essen zu können. Die Ghouls werden von den Ghouljägern gejagt und getötet, damit sie keine Bedrohung mehr für die Menschheit sind.

Als letztes kommt der Anime Corpse Party. (Der Anime ist auch erst ab 18!)
Dies ist mit Abstand einer der schlimmsten Animes, die ich kenne.
In diesem Anime geht es um eine Gruppe Schüler, welche durch ein Freundschaftsritual an einer eigentllich längst abgerissenen Grundschule landen (wie in einer Parallelwelt). Diese Schule wird seit einigen Vorkommnissen in der Vergangenheit von Geistern und vermissten Kindern heimgesucht.

Anhand dieser Beispiele ist euch sicher nun deutlich geworden, dass nicht alle Animes nur für Kinder ausgelegt sind.
Habt ihr schon einen der oben genannten Beispiele gesehen oder seid an dem ein oder anderen Anime interessiert?


Beitrag von Vivien, Jg. 10

Donnerstag, 9. März 2017

Fabelwesen: Meerjungfrauen und Sirenen

Liebe Leser,
heute geht es um Fabelwesen, denn ich möchte euch über einige Details zu Meerjungfrauen berichten und auch den Unterschied zu Sirenen erklären.

Meerjungfrauen sind weibliche Wesen, die halb Mensch, halb Fisch sind. Sie gehören zur Gattung der Fabelwesen und in Legenden und im Aberglauben wird erwähnt, dass diese Geschöpfe im Meer leben. Männliche Meerjungfrauen werden Wassermänner genannt.
Meerjungfrauen sind laut Sage verdammte Wesen, die für immer ans Meer gebunden sind, bis sie durch die Liebe eines menschlichen Mannes befreit werden.
Eine Meerjungfrau
Psychologisch gesehen ist die Meerjungfrau durch die Bedürfnisse und Vorstellungskraft der Seemänner auf ihren Schifffahrten entstanden, denn die meisten sehnten sich auf ihren langen Fahrten nach ihren Frauen oder Frauen generell. Meerjungfrauen sind somit ein Symbol für Schutzbedürftigkeit und damit Frauen, die von den Männern umgarnt werden wollen.

Meerjungfrauen sind bekannt dafür, dass ihr Oberkörper der eines jungen Mädchens oder eines jungen Mannes ist. Von der Hüfte abwärts befindet sich eine riesige Schwanzflosse, die in den verschiedensten Farben schillern kann, genau so wie die Haare der Meerjungfrauen. Diese werden zwar meist in grünen Farbtönen dargestellt, können aber auch ganz andere Farben aufweisen.

Meerjungfrauen wurden gerne auf den verschiedensten Wappen im Mittelalter dargestellt. Auch findet man sie am Bug einiger Schiffe.

Ganz anders als Meerjungfrauen sind Sirenen, welche in Deutschland auch Nixen genannt werden. Sie entsprangen der griechischen Mythologie und waren erst je zur Hälfte Mensch und Vogel und erst später halb Mensch halb Fisch.
Sirenen sind so gesehen „Meerjungfrauen“, die Boote und Fischerschiffe mit ihrem wundervollen Gesang anlocken, um sie dann zu töten.
Sirenen wurden durch den berühmten Dichter Homer bekannt, der im damaligen Griechenland gelebt hat, wobei nicht genau bekannt ist, wann genau er gelebt hat.
Homer beschrieb jedoch das Aussehen nicht, dafür gibt es aber alte Darstellungen ab 650 v. Chr.. Diese zeigen Vögel mit Menschenköpfen, die auch ab und zu einen Bart haben. Ab ungefähr dem Jahre 550 v. Chr. wurden die Oberkörper ebenfalls menschlich, mit der Brust und den Armen einer Frau. Erst im Mittelalter erhielten Sirenen ihren fischartigen Unterkörper und wurden oft als Meerjungfrauen bezeichnet, wobei Sirenen und Meerjungfrauen vom Charakter her zwei völlig verschiedene Wesen sind.

Sirenen sind Todesdämonen, die mit den Harpyien (einfache Vögel mit Menschenköpfen) und Lamien (Dämonen, die Menschenformen annehmen können und gierig nach dem Blut junger Menschen sind) verwandt sind.
Es gibt verschiedene Geschichten, wie die Sirenen zu ihrem jetzigen Aussehen kamen.
Der römische Dichter Ovid erzählte, dass sie Gespielinnen der Göttin Proserpina waren (oder auch die Töchter von Jupiter und Ceres) und diese nach ihr suchten, als Pluto sie entführt hatte. Da sie Proserpina jedoch nicht fanden, baten sie die Götter um Flügel, um so die Möglichkeit zu erhalten, über das Meer zu fliegen und sie dort zu suchen. Dadurch besaßen sie nun Flügel.
In einer anderen Erzählung ließen sie es angeblich zu und halfen Pluto, Proserpina zu entführen, wodurch sie von ihrer Mutter Ceres in geflügelte Wesen verwandelt wurde.
Zudem gibt es noch die Erzählung, dass Sirenen einst Mädchen waren, die sich weigerten zu heiraten und so durch die Göttin Aphrodite verwandelt wurden.
Sirenen, die ein Schiff durch Gesang zum Kentern bringen

Im Mittelalter sind Sirenen von ihrer Hüfte abwärts mit Fischschuppen bedeckt und besitzen ebenfalls Flügel. Ab da verschmelzen sie mit der Geschichte der Meerjungfrau.



Über die genaue Geschichte der Meerjungfrau ist vieles und zeitgleich nichts bekannt. Ihre Geschichte ist schleierhaft aufgeschrieben und jede Quelle erzählt eine andere Geschichte, allerdings sind es deutlich mehr Varianten als zur Geschichte der Sirenen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch aber eine eigene Meinung bilden, indem ihr unter den folgenden Links weiterlest:


Ich hoffe, ihr konntet einiges dazulernen und ihr findet das Thema genauso interessant wie ich.
Was haltet ihr von Meerjungfrauen und sind Sirenen eurer Meinung nach wirklich so gefährlich?
Beitrag von Annika – Jg. 10

NO NAME OR NO NO NAME (Markenkleidung oder nicht)

Hallo zusammen, 
heute möchte ich für euch über etwas schreiben, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Um ehrlich zu sein, kann ich es nicht nachvollziehen. Aber bildet euch eure eigene Meinung darüber.

Als ich vor ein paar Tagen im Bus saß, unterhielten sich zwei Mädchen über fake (gefälschte) und originale Kleidung.
Diese Mädchen waren ungefähr zwischen 10 und 12 Jahren alt.
Als dann ein drittes Mädchen, im gleichen Alter, dazu kam, wurde sie von den anderen beiden ausgelacht, weil sie keine sogenannten „Markenklamotten“, wie die anderen beiden Mädchen, trug.
Ich glaube, es ging darum, dass sie keine Nike, Adidas oder New Balance Schuhe anhatte.

Warum achtet man in so jungem Alter schon darauf, was man trägt?
Als ich ungefähr in dem Alter war, war es mir egal, was ich anhatte, Hauptsache ich war dem Wetter entsprechend angezogen.
Lag Schnee, hatte ich dicke Winterstiefel und warme Sachen an - schien die Sonne, hatte ich Sandalen und kurze Sachen an.
Dabei haben weder ich noch andere in meinem Umfeld darauf geachtet, woher ich meine Kleidung hatte.
Und nein, es lag nicht daran, dass es diese Marken nicht gab, denn die gab es. Es gab Markenschuhe, Markenkleidung und Markentaschen! Es hat uns bloß nicht interessiert.

Mir sind oft noch viele andere Situationen begegnet, in denen Leute ausgegrenzt wurden, nur weil sie keine Markenkleidung trugen.
Ich finde das sehr unfair, da manche Familien sich diese Sachen einfach nicht leisten können oder manche Personen die Klamotten einfach nicht schön finden.
Ich weiß gar nicht, warum manche so auf andere einreden, dass diese beginnen, sich selbst darüber Gedanken zu machen, dass sie ohne diese Markenkleidung hässlich seien und nicht dazu gehören.
Ich meine, diese Sachen ändern eigentlich nichts an der Persönlichkeit einer Person, denn Markenkleidung macht einen Menschen nicht zu etwas Besserem oder Besonderen, nein im Gegenteil: Ich finde, manche Leute die Markenkleidung tragen haben sich negativ entwickelt, denn sie fühlen sich besser als andere, weil sie somit zeigen, wie viel Geld sie haben und das macht sie meiner Meinung nach hässlich!!!
Die Leute sollten sich nicht für etwas Besseres halten, nur weil sie Schuhe von Nike, Adidas etc. haben, denn sie sind nichts Besseres. Jeder Mensch, ganz egal wie viel Geld, wie viele Markenkleidung, etc. sie besitzen, jeder Mensch ist letztendlich gleich!

Es gibt so einen Spruch, den ich sehr schön finde und der meiner Meinung nach hier sehr gut passt:
Egal ob arm oder reich, am Ende enden wir alle gleich.

Das war mein Beitrag über Markenkleidung. Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Ich persönlich finde, dass die Welt oder eher gesagt die Menschen auf der Welt sehr oberflächlich geworden sind, denn die meisten achten nicht auf den Charakter oder die Gesten, die sie von anderen Menschen erfahren, sondern achten nur noch auf das Äußere, sprich auf die Kleidung, Frisur etc.. Ich finde das sehr traurig, da es falsch ist. Man sollte jedem Menschen eine Chance geben, egal ob arm oder reich, egal ob mit Markenkleidung oder ohne.
Vielleicht sehe ich es auch falsch, doch das ist meine persönliche Meinung.
 
Wie sehr ihr es denn? Schreibt es mir gerne, ich würde mich freuen.

Beitrag von Sarah- Jg. 10

Rätsel 3: Lösungen

Liebe Leser,
wie ich euch versprochen habe, kommen jetzt die Lösungen zu den Rätseln, die ich letzte Woche gestellt habe.
Mal gucken, wer auf die richtigen Lösungen gekommen ist!

1. Ludwig und Klaus haben 20 Euro und sollen das Geld so unter sich aufteilen, dass Ludiwg 1 Euro mehr bekommt als Klaus.
>Wie viel Geld bekommt jeder?
--Lösung: Ludwig: 10,50€
Klaus: 9,50€


2.Eine Frau hat sieben Töchter. Jede Tochter hat einen Bruder.
>Wie viele Kinder hat die Frau?
--Lösung: Sie hat 8 Kinder, 7 Töchter und einen Sohn!

3. Was kannst du zwar in deiner rechten, aber nicht in deiner linken Hand halten?
--Lösung: Die linke Hand!

4. Wenn du drei hast, hast du drei
wenn du zwei hast, hast du zwei
hast du jedoch eine, dann hast du keine.
>Was ist gesucht?
--Lösung: Entscheidungsmöglichkeiten!

5. Wie kann man drei Äpfel auf zwei Mütter und zwei Töchter aufteilen, so dass jede Person einen Apfel bekommt?
--Lösung: Es sind drei Personen! Großmutter, Mutter und Tochter!

6. Eine Frau zeigt auf einen Mann und sagt: „Seine Mutter ist die einzige Tochter meiner Mutter!“
> Wie sind der Mann und die Frau miteinander verwandt?
--Lösung: Die Frau ist die Mutter des Mannes!

Ich hoffe, die Rätsel haben euch Spaß gemacht und ihr konntet die meisten auch schon alleine lösen.

Beitrag von Vivien - Jg. 10

Mittwoch, 8. März 2017

Rückblick: Meine Schulzeit und Erfahrungen mit Mobbing

Hallo Leute,
heute möchte ich euch gerne etwas über meine Schulzeit erzählen.
Von der ersten bis zur siebten Klasse hatte ich nicht gerade viele Freunde und wurde die meiste Zeit über gemobbt. Dazu kam, dass ich gerade deshalb sehr viele Wutausbrüche hatte und deshalb in viele Schlägereien verwickelt war - gerade mit den Leuten, die mich fertig gemacht und beleidigt haben.

Aber fangen wir mal von vorne an. Geboren wurde ich in Paderborn. Als ich fünf Jahre alt war, kam meine kleine Schwester zur Welt, weshalb wir aus unserer kleinen Wohnung ausziehen mussten, denn wir hatten dort nicht mehr genug Platz. Außerdem war mein Vater seit Kurzem selbstständig und wir mussten sowieso näher zur Firma ziehen. Deshalb zogen wir in ein Mietshaus in Boke, wo ich ein Jahr in den Kindergarten ging und in der der Zeit meine zwei besten Kindheitsfreunde fand, die beide bei mir in der Straße wohnten und der eine sogar in der anderen Doppelhaushälfte neben mir wohnte. Wir verbrachten jeden Tag zu dritt miteinander. Wir spielten Fußball oder im Wald und machten kleine Radtouren. Mit den zweien verstand ich mich vom ersten Tag an, genau wie unsere Eltern, da sie sich noch aus ihrer Schulzeit in Russland kannten.
Ich ging in Boke das erste halbe Jahr zur Schule, und dort beginnt meine Geschichte.

Angefangen hat die schlimme Schulzeit schon in den ersten Wochen auf meiner Schule. Es gab zwei Jungs, um genau zu sein Zwillinge, die es sich von Anfang an zum Ziel machten, mich fertig zu machen, zu erniedrigen, mich zu schlagen und alles was mir lieb war kaputt zu machen. Ein gutes Beispiel wäre folgendes: meine Cousine hatte mir einen Pullover zum Geburtstag geschenkt, den ich in der Schule trug. Die Zwillinge hatten sofort bemerkt, dass er neu war und riefen vier ihrer Freunde zu sich, die auch regelmäßig beteiligt waren. Zwei von ihnen hielten mich fest und ein weiterer schlug mir mehrmahls in den Bauch. Danach warfen sie mich in eine Pfütze und zum Ende bewarfen sie meine Augen mit Sand, damit ich nichts sehen konnte.
Es stimmt, wie es schon oft gesagt wurde: „Kinder können so grausam sein“. Und so lief es ein halbes Jahr lang jeden einzelnen Tag. Manchmal gab es sogar Tage, wo ich mit Nasenbluten oder Blutspuren auf meinen Klamotten nach Hause kam. Meine Eltern wollten öfter, dass ich mich bei den Lehrern melde und etwas sage und das tat ich auch genau einmal. Nachdem die sechs ein Gespräch mit den Lehrern hatten, wurde es nur noch schlimmer, und ich konnte nichts dagegen unternehmen, außer so zu tun als ob sie mir nicht wehtun, denn diese Genugtuung wollte ich ihnen geben.
Also ertrug ich den Schmerz Tag für Tag. Ich dachte mir, wenn ich lange genug durchhalten würde, käme vielleicht einer meiner Mitschüler auf die Idee, mir zu helfen, aber da habe ich falsch gedacht.
Ich ging zum Glück nur ein halbes Jahr auf diese Schule, als mein Vater in eine andere Firma wechselte und wir deshalb umgezogen. Einerseits fand ich es gut, denn in einem neuen Dorf könnte ich ja vielleicht neu anfangen und ein beliebter Schüler sein. Andererseits tat es mir aber sehr weh, mich von meinen zwei besten Freunden zu verabschieden.

Wir zogen nach Paderborn-Elsen, wo ich heute noch wohne.
An meinem ersten Schultag auf der neuen Schule lief alles gut. Ich wurde der Klasse vorgestellt und sollte etwas über mich erzählen. Da es aber nicht viel Gutes gab, erzählte ich auch nur wenig. Nachdem wir mit der Vorstellung fertig waren, sollte ich einen Sitzplatz finden. Ich blieb erst Mal vorne stehen, weil ich nicht wusste, wo ich hin sollte, als sich plötzlich ein Junge meldete, der mir anbot neben ihm zu sitzen. Also setzte ich mich neben ihn, und wir verstanden uns gut. Er schien nett zu sein. Er bot mir an, mich in der Schule herumzuführen und mir alles zu zeigen. Doch schon am zweiten Tag ging es genauso weiter wie auf der alten Schule: Er und ein paar andere Jungs gingen mir in der ersten großen Pause hinterher, nahmen mir mein Essen weg und warfen es sich zu oder einfach auf den Boden. Am Anfang tat ich nichts dagegen, doch einer der Jungs stand auf einmal nur drei Meter von mir entfernt und ich nutzte die Gelegenheit. Ich nahm Anlauf und rammte meinen Kopf in seinen Bauch, sodass wir beide zu Boden fielen. Dabei zerriss seine Hose und er schrammte sich sein Knie auf.
Von dem Zeitpunkt an verstanden sie, dass ich leicht reizbar war und nutzten es komplett aus. Sie provozierten mich, so gut es ging, vor dem Lehrer ohne dass er etwas davon mitbekam, und das jedes Mal so lange, bis ich wieder ausrastete und sie schlug, woraufhin die Lehrer mich jedes mal nur als einen Jungen sahen, der die anderen tyrannisiert. Jedes mal, wenn ich versuchte es zu erklären, logen die Jungs, natürlich um keinen Ärger zu bekommen und die Lehrer glaubten ihnen, denn es standen ungefähr fünf Aussagen gegen meine.

Das ging eigentlich auch größtenteils bis zur siebten Klasse so weiter, bis ich dann ihn traf. Der Junge, bei dem es heutzutage feststeht, dass er mein bester Freund ist und bleibt. Niemand wusste, wer er war. Er kam von einem Tag auf den anderen in eine Parallelklasse unserer Schule.
Als ich ihn das erste mal sah, mochte ich ihn nicht, denn er kam mir eingebildet und arrogant vor. Doch irgendwie packte mich die Neugier und ich sprach ihn in der Pause an. Wir verstanden uns von Anfang an gut und er erzählte mir sogar, dass seine Mutter zu diesem Zeitpunkt im künstlichen Koma lag, weswegen er für diese Zeit bei seinem Vater lebte, denn seine Eltern sind getrennt. Wir redeten noch ein bisschen und bemerkten, dass wir uns sehr ähnlich waren, sowohl vom Verhalten als auch von den Hobbies und Interessen. Seid er in mein Leben getreten war, fing es an besser zu werden. Schnell wurden wir mehr als Freunde, es kam uns so vor als wären wir Brüder.
Als er das erste mal bei mir zuhause war, schloss meine Mutter ihn ebenfalls sofort ins Herz, genau wie mein Vater, denn sie sagten mir auch, dass er sie sehr an mich selbst erinnert. Er war immer bei mir Willkommen, und er mochte meine Eltern auch.
Kurze Zeit nachdem ich mich mit ihm angefreundet hatte kamen noch weitere Freunde dazu, denn er war von Anfang an beliebt und zeigte den anderen, was für ein guter Freund und Mensch ich bin.

Kurz darauf stoppte auch das Mobbing, denn mein Freund hatte Stress mit zwei damaligen Zehntklässlern, die ihn provozierten. Ich bekam dies mit und ging zu ihm, um herauszufinden was denn los war. Auf einmal fingen sie an, mich auch zu beleidigen und nach ein paar Sätzen schlug ich dem ersten in den Bauch und mein Freund dem anderen. Deshalb kam es regelmäßig zu Schlägereien, wobei sie immer in der Mehrzahl waren, doch das störte uns wenig.
Eines Tages kam es so weit, dass sie einer Verwandten von mir vor meinen Augen das Handgelenk verstauchten. Als ich das sah, flippte ich komplett aus und schlug dauerhaft auf einen von ihnen ein. Nach ein paar Schlägen hielten mich vier Leute fest, um mich zu beruhigen. Von dem Tag an hatten alle, die mich vorher fertig gemacht hatten, Angst vor mir und trauten sich nichts mehr zu sagen oder zu machen.

Heutzutage wohnt Reinhard wieder bei seiner Mutter, denn es geht ihr zum Glück wieder gut. Ich habe auch sie kennengelernt und sie sagte, das Gute an ihrer Krankheit sei gewesen, dass Reinhard und ich uns kennengelernt haben. Jetzt ist es das dritte Jahr in Folge, dass ich in den Osterferien für zwei Wochen zu ihm komme, denn wie schon gesagt: er ist wie ein Bruder für mich.



Beitrag von Justin – Jg. 10

Montag, 6. März 2017

Bewegungsmangel - schwere Folgen!

Liebe Leser!
Heute möchte ich über ein wichtiges Thema schreiben, welches immer mehr deutsche Kinder und Jugendliche betrifft. Die möglichen Ursachen für dieses Problem werde ich euch ebenfalls erläutern. Auch möchte ich euch über Folgen aufklären und wie wir dieses ändern können.

Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren bewegen sich laut einer Studie zu wenig und dies kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nur bestätigen. Man sollte sich mindestens 60 Minuten am Tag bewegen, jedoch machen dies nur etwa 80-Prozent der Jugendlichen. Sie finden keine Motivation mehr z.B. in einen Sportverein zu gehen.

Einer der größten Gründe für diesen Bewegungsmangel liegt in unserer Gesellschaft. Die Nutzung der Medien nimmt immer mehr zu und wird wichtiger, sodass die Bewegung und der Sport oft zu kurz kommen. Auch sieht man, dass viele Kinder und Jugendliche statt einer kurzen Strecke zu Fuß zu gehen den Bus nehmen, bzw. ihre Eltern anrufen, die sie daraufhin abholen. Auch besitzen viele Kinder und Jugendliche kein Fahrrad oder ähnliches mehr.
Ein weiterer Grund für den Bewegungsmangel ist die Erziehung, die sie von ihren Eltern erfahren. Manche Eltern sind selbst nicht sportlich aktiv, sodass Sport und Bewegung nicht zu einer Lebensgewohnheit werden. Des weiteren finden Kinder und Jugendliche nicht die Zeit, um noch eine Stunde Sport zu treiben, da sie bereits durch die Schule oder die Kindertagesstätte ganztägig betreut werden.

Der Bewegungsmangel hat einige Folgen, wobei die bekannteste und verbreitetste Übergewicht ist, welches das Risiko von Typ-2-Diabetes steigert und Sport immer schwerer und anstrengender macht. Jedoch gibt es noch viele andere Folgen, die schwerwiegender sind, wie z.B. Koordinationsstörungen oder Haltungsschäden und verschiedene gesundheitliche Schäden wie Krebs, Depressionen, Demenz und die erhöhte Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Dennoch werde ich mich in diesem Artikel nur auf das Übergewicht beziehen.

Übergewichtige Kinder und Jugendliche haben viele Nachteile, im Gegensatz zu anderen Kindern. Die verbreitetste Folge von Übergewicht ist die Krankheit Diabetes. Besonders groß ist das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, denn sie sind besonders anfällig für eine Stoffwechselstörung. Bei der Zuckerkrankheit kann Glukose nicht aufgenommen werden, welches weitere Störungen im Körper verursacht.
Des weiteren haben übergewichte Kinder schlechtere motorische Fähigkeiten. So werden alltägliche Sachen, wie eine Schleife zu binden, unter Umständen zu einer Herausforderung. Dies hat zur Folge, dass viele Kinder und Jugendliche keinen Spaß mehr am Sport finden.

Damit nicht noch mehr Kinder an den Folgen von Bewegungsmangel leiden, muss etwas geändert werden. Vereine und Verbände müssen mehr auf sich aufmerksam machen und zeigen, dass Sport nicht nur Anstrengung bedeutet, sondern auch Spaß. Auch müssten Vereine und Schulen, sowie KiTa´s enger zusammen arbeiten. Außerdem sollte jedem Jugendlichen bewusst sein, dass Leistungs- und Teamfähigkeit durch Sport gefördert werden. Auch wirkt Bewegung positiv auf unseren Körper ein, sodass das Erkrankungsrisiko sinkt. Allerdings müssen zusätzlich zu den Institutionen Eltern ein gutes Vorbild sein, indem sie auch regelmäßig Sport treiben bzw. sich bewegen. Man könnte gemeinsame Aktivitäten machen, wie z.B. spazieren oder schwimmen gehen.

Seid ihr auch der Meinung, dass der Bewegungsmangel weit verbreitet ist und etwas dagegen unternommen werden sollte?

Beitrag von Saskia, Jg. 10